Malek El Mala hielt stolz die Trophäe für den "Man of the Match" in der Hand - nach seinem Traumdebüt wusste der 21-Jährige aber nicht so recht, wohin mit seinen Gefühlen. "Ich kann es gerade noch nicht so einordnen, aber es fühlt sich unglaublich an - vor allem, mit meinem Bruder zusammen auf dem Platz zu stehen. Das bedeutet mir extrem viel", sagte der Retter des 1. FC Köln nach dem 1:1 (0:1) bei Union Berlin.
Malek El Mala war in der Alten Försterei beim Stand von 0:1 aus Kölner Sicht für Linton Maina (72.) eingewechselt worden, veredelte die Bundesliga-Premiere sieben Minuten später sogleich mit seinem ersten Treffer - und schaute sich erst einmal nach seinem jüngeren Bruder um. "Ich habe mich umgedreht und sehe, dass alle zu mir laufen", sagte Malek: "Ich habe meinen Bruder gesucht, aber der war noch ein bisschen weiter weg."

El-Mala-Wahnsinn in Berlin: Jetzt netzt auch Saids Bruder
Said, der per abgefälschter Flanke die Vorlage mitverantwortet hatte, war erst einmal zur Bank gerannt. Wenig später liefen die Brüder jedoch aufeinander zu, der anschließende "Chest Bump" sei nicht geplant gewesen. "Das war ganz spontan. Der hat irgendwie auf seine Brust geklopft, wie so ein Verrückter", sagte Said. Malek erwiderte vor den Journalisten im Bauch des Stadions prompt: "Selbst, schauen Sie sich mal das Video an." Seitdem habe er "schon ein bisschen Brustschmerzen", erklärte Said scherzhaft, "aber geht auch wieder weg".