Der Tag
2. November 2026
imagemit Tobias Hauser
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13:24 Uhr

Eralp ist vor Koalitionsverhandlungen zuversichtlich - Grüne auch

In Berlin haben am Montag die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer rot-grün-roten Regierung begonnen. Dazu kamen Spitzenvertreter von Linken, Grünen und SPD im Abgeordnetenhaus der Hauptstadt zusammen. Zu den Verhandlungsdelegationen gehören unter anderem die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Eralp gab sich vor Beginn der Verhandlungen optimistisch. Linke, Grüne und SPD seien sich in vielen Punkten bereits einig, sagte sie vor Journalisten. Sie verwies unter anderem auf die Themen Vergesellschaftung, Mieten, Wirtschaft und Klima. Es gehe um eine "gemeinsame Vision" für Berlin. Rot-Grün-Rot habe ein "klares Votum" der Menschen für die Regierungsbildung, sagte Eralp. Auch Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr zeigte sich zuversichtlich. "Diese Regierung kann ein Aufbruch sein", sagte sie vor Beginn der Gespräche.

Eralp ist vor Koalitionsverhandlungen zuversichtlich - Grüne auch
12:38 Uhr

Airbus kippt knapp über dem Boden plötzlich zur Seite

Ein Airbus A350 der Singapore Airlines setzt zur Landung im australischen Perth an. Kurz über dem Boden erfasst die Maschine ein plötzlicher Seitenwind, das Flugzeug kippt, ein Flügel ist nur noch knapp über dem Boden. In letzter Sekunde brechen die Piloten den ersten Landeversuch ab.

Airbus kippt knapp über dem Boden plötzlich zur Seite
11:56 Uhr

Merkel soll für CDU zur Bundespräsidenten-Wahl

Die CDU in Schleswig-Holstein will die frühere Kanzlerin Angela Merkel zur Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Jahr entsenden. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Die CDU-Politikerin war 2022 noch von Mecklenburg-Vorpommern ins Rennen geschickt worden. "Nach dem Ausscheiden der CDU-Fraktion aus dem Schweriner Landtag haben wir als Nachbarn die Benennung von Frau Merkel daher gerne und aus voller Überzeugung übernommen", hatte Schleswig-Holsteins CDU-Fraktionschef Tobias Koch die Entscheidung begründet.

Daneben sollen für die CDU unter anderem Bundesbildungsministerin Karin Prien und Ministerpräsident Daniel Günther sowie Ex-Handballstar Patrick Wiencek das nächste Staatsoberhaupt wählen. Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.

Merkel soll für CDU zur Bundespräsidenten-Wahl
11:19 Uhr

Teheran stellt Öffnung von Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht

Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran die Öffnung der Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht gestellt, falls die USA den iranischen Bedingungen zustimmen. Über Vermittler sei Washington mitgeteilt worden, dass es möglich wäre, "die Sicherheit in der Straße von Hormus wiederherzustellen und den Verhandlungsprozess innerhalb kurzer Zeit wieder aufzunehmen", sagte Außenministeriumssprecher Esmail Bakaei am Montag.

Ursprünglich hatte der Iran einen Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der strategisch wichtige Meerenge vorgeschlagen. Die mögliche Umsetzung innerhalb von 48 Stunden sei "ein weiterer Hinweis auf den guten Willen Irans", betonte Bakaei. Zu den iranischen Forderungen zählen ein Ende der Kämpfe, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie die Aufhebung der Sanktionen gegen den Ölsektor sowie der US-Seeblockade.

Teheran stellt Öffnung von Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht
10:44 Uhr

Häuser weitgehend zerstört: Israels Armee zieht aus Hebron ab

Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Militäreinsatzes im Raum Hebron zieht die Armee nach Angaben des Gouverneurs aus der Stadt im Westjordanland ab. Palästinensische Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle in dem Gebiet, sagte Gouverneur Chalid Dudin vor Journalisten. Rund 3.300 Anwohner, die durch den Einsatz vertrieben wurden, könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren. Ihre Häuser seien weitgehend zerstört, sagte Dudin, und kündigte schnelle Schritte zum Wiederaufbau an.

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Palästinenser kehren in ihren zerstörten Häuser zurück. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Vor anderthalb Wochen hatten zwei Angreifer aus Hebron zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Auch die beiden mutmaßlich palästinensischen Angreifer wurden getötet. Israels Militär begann daraufhin nach eigenen Angaben einen Anti-Terror-Einsatz, bei dem die Stadt dem Bürgermeister zufolge abgeriegelt wurde. 

Häuser weitgehend zerstört: Israels Armee zieht aus Hebron ab
10:05 Uhr

Luisa Neubauer hat einen Rat für Gen-Z-Demonstranten

Es wird viel darüber geredet, was in Folge der Gen-Z-Proteste am Wochenende geschehen ist. Worüber wenig geredet wird: die Forderungen der Demonstranten und Demonstrantinnen. Das sieht auch Luisa Neubauer so. Den Initiatoren der Gen-Z-Demonstrationen rät die Aktivistin dazu, ihre Themen stärker einzugrenzen. "Es ist einfach leichter, Druck aufzubauen, wenn man Forderungen fokussieren kann", sagte Neubauer im RBB-"Inforadio". Sie könne nachvollziehen, dass die Bewegung sich angesichts der vielen Krisen und Baustellen zerrissen fühle. "Das führt natürlich schnell dazu, dass man sagt, wir müssen das alles angehen." Strategisch gesehen mache es aber Sinn, die Forderungen genauer zu schärfen, auch um sich von anderen abgrenzen zu können. Die Bewegung sei aber eben ein Kind der Zeit. "Und diese Zeit sagt uns, überall sind Krisen, wir wissen gar nicht, wo man anfangen soll."

Auf die Frage, ob es sie nerve, dass mehr über die Gewalt als über die Sorgen der jungen Menschen gesprochen werde, antwortete Neubauer: Ja, sie habe den Eindruck, es sei für einige, die von Anfang an kein Interesse daran gehabt hätten, sich ernsthaft mit den Bedürfnissen junger Menschen auseinanderzusetzen, "so eine Art gefundenes Fressen". Die Art und Weise, wie über die Proteste geredet werde, und dass die Gewalt von wenigen genutzt werde, um eine ganze Bewegung zu diskreditieren, symbolisiere eigentlich schon alles, was schieflaufe. "Junge Leute tun sich zusammen und man behandelt die wie so einen Fremdkörper, vor dem man erst mal Angst haben muss."

Luisa Neubauer hat einen Rat für Gen-Z-Demonstranten
09:28 Uhr

Medien: Erster Entwurf für Spritpreisdeckel enthält diverse Ausnahmen

Das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche hat Medienberichten zufolge einen ersten Entwurf für den geplanten Spritpreisdeckel vorgelegt, der demnach diverse Ausnahmen vorsieht. Ein staatlicher Höchstpreis müsse "zeitlich eng begrenzt bleiben", zitierte am Montag das Portal Politico aus dem Entwurf. Das Gesetz führe nicht automatisch einen Preisdeckel ein, sondern schaffe zunächst die rechtliche Möglichkeit dazu, berichteten Politico und "Handelsblatt".

Ein Preisdeckel würde demnach erst gelten, wenn Benzin und Diesel in drei aufeinanderfolgenden Wochen jeweils um mehr als fünf Prozentpunkte über den durchschnittlichen Preissteigerungen der übrigen EU-Staaten liegen. Die Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt prüfe die Voraussetzungen wöchentlich, zitierte Politico aus dem Entwurf - erstmals mit Daten der zweiten vollständigen Januarwoche. Bund und Länder können den Berichten zufolge den Preisdeckel aussetzen, wenn Versorgungsprobleme drohen.

Medien: Erster Entwurf für Spritpreisdeckel enthält diverse Ausnahmen
08:47 Uhr

Sanitäter melden Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörden mindestens drei Palästinenser getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, teilen Sanitäter mit. Demnach kamen bei zwei separaten Luftangriffen in Chan Junis im Süden des Küstengebiets zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Eine dritte Person sei bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Al-Mussadar getötet worden. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.

Seit Oktober 2025 gilt formell eine Waffenruhe, Israel fliegt aber immer wieder Angriffe. Seither wurden mehr als 1500 weitere Menschen im Gazastreifen getötet.

Sanitäter melden Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen
08:01 Uhr

Barbra Streisand trauert um ihren Entdecker

Marty Erlichman (1929-2026), der langjährige Manager von Barbra Streisand, ist tot. Er starb im Alter von 97 Jahren. Erlichman hatte die Sängerin im Alter von 19 Jahren entdeckt und begleitete ihre Karriere mehr als sechs Jahrzehnte lang. "Für die Welt war er eine Größe in Hollywood. Für uns war er ein zutiefst hingebungsvoller und liebevoller Vater, Ehemann, Großvater und Fels in der Brandung", erklärte seine Familie laut US-Medienberichten. "Wir empfinden seinen Verlust als großen Schmerz, sind aber unendlich stolz auf das Leben, das er geführt hat, und auf die unauslöschlichen Spuren, die er in der Welt hinterlassen hat."

Auch Barbra Streisand äußerte sich zum Tod ihres Entdeckers. Auf Instagram schrieb sie zu einem gemeinsamen Bild: "Obwohl Marty ein langes und erfülltes Leben hatte, kann einen nichts auf die Realität vorbereiten, einen so geliebten Menschen zu verlieren." Sie fügte hinzu: "Ich habe wirklich geglaubt, dass er ewig leben würde. In meinen Augen war er einfach unverwüstlich - immer an meiner Seite, durch alles hindurch.

Barbra Streisand trauert um ihren Entdecker
07:21 Uhr

"Geld für Kriegsindustrie statt Bildung": Demonstranten blockieren Hamburger Uni-Gebäude

Mehrere junge Demonstranten haben am frühen Morgen Zugänge eines Gebäudes der Universität Hamburg blockiert. Unter anderem Bauzäune und Müllcontainer wurden vor Eingänge der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gestellt.

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Die Polizei bestätigte die Demonstration am Morgen, ohne zunächst weitere Details zu nennen. (Foto: dpa)

Auf englischsprachigen Bannern forderten die Demonstranten etwa die Befreiung unterdrückter Menschen oder riefen zu Boykott und Widerstand auf. Man blockiere die Fakultät unter anderem, weil mittlerweile jeder dritte Euro in die Kriegsindustrie fließe anstatt in die Bildung, sagte eine vermummte Aktivistin der Deutschen Presse-Agentur. Man solidarisiere sich mit den Streikenden überall in Europa.

"Geld für Kriegsindustrie statt Bildung": Demonstranten blockieren Hamburger Uni-Gebäude
07:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Reibung in der Regierung: Verteidigungsminister Boris Pistorius ist auf Distanz zu Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gegangen, der gewaltbereite linke Gruppen und "migrantische Chaoten" für die Krawalle nach Jugend-Demonstrationen verantwortlich gemacht hat. "Was sind denn migrantische Gruppen? Sind das Menschen, die in dritter Generation in Deutschland leben und deutsche Staatsangehörige sind? Wo hören wir auf, das zu differenzieren? Ich glaube, das führt in die falsche Richtung", sagte Pistorius in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

Außerdem stehen heute folgende Termine an:

  • Gut sechs Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus starten um 10.00 Uhr Koalitionsverhandlungen zwischen Linke, Grünen und SPD. Die Dreiergespräche dürften einige Wochen dauern.

  • In Berlin treffen sich heute und morgen Regierungsvertreter, Experten und Tech-Unternehmer aus zahlreichen Ländern zu Beratungen über Chancen, Risiken und Auswirkungen von KI. 

  • Ein halbes Jahr nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Fußgängerzone muss sich ein 34-Jähriger ab 8.00 Uhr vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen. 

  • In Frankfurt wird ab 10.30 Uhr die Jüdische Akademie feierlich eröffnet. Zu dem Festakt werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein erwartet.

Das wird heute wichtig
06:38 Uhr

Apple warnt Abgeordnete und Regierungsmitglieder vor Hackerangriff

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat einen Hackerangriff auf Geräte von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern bestätigt. Wildberger sagte am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", es handle sich um "eine Meldung von Apple, dass bestimmte Geräte gegebenenfalls kompromittiert wurden mit sogenannter Spyware". Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und alle Betroffenen schriftlich informiert. Konkretere Details nannte der Minister nicht.

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Digitalminister Wildberger. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Das ARD-Hauptstadtstudio berichtete unter Berufung auf das BSI-Schreiben, iPhones hätten seit Donnerstag eine Bedrohungsbenachrichtigung von Apple erhalten, wonach ein Angriff mit sogenannter Mercenary Spyware erkannt worden sei. "Über den konkreten Anlass und die Hintergründe der Benachrichtigungen liegen uns derzeit keine näheren Informationen vor", schreibt das BSI.

Apple warnt Abgeordnete und Regierungsmitglieder vor Hackerangriff
05:57 Uhr

Friedrich Merz erwartet heute Alarmstufe "dunkelrot"

Demütigende Wahlniederlagen, miserable Umfragewerte und Dauerstreit in der Koalition: Das ist die Ausgangslage, wenn der Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz am Nachmittag in Berlin auf die Kreisvorsitzenden seiner Partei trifft. An der Basis hat sich in den letzten Monaten viel Frust über die Bundespolitik angestaut. Schon vor dem Treffen machten viele Kreisvorsitzende ihrem Ärger Luft. In der Diskussion mit dem Kanzler dürfte es zur Sache gehen.

Die Alarmlampe leuchte "dunkelrot", sagt die CDU-Kreisvorsitzende Désirée Schrade aus Frankfurt (Oder). Es gebe Parteiaustritte in "spürbarem" Umfang, die alle mit der Unzufriedenheit mit der Bundespolitik begründet würden. "Da kann man nicht den Deckmantel des Schweigens drüber werfen." Das meint auch der Dresdner Kreisvorsitzende Ingo Flemming. "Die Bürger haben eben nicht den Eindruck, dass Berlin den Schuss gehört hat", sagt er. "Und das ist das, was natürlich hier an der Basis zur Verhärtung führt, was natürlich auch zu einer Diskussion über den Bundeskanzler führt."

Friedrich Merz erwartet heute Alarmstufe "dunkelrot"