"Mir wächst gleich Kresse"König Charles wird beim Staatsbesuch im Regen stehengelassen

Bei seinem Besuch in Antigua wird König Charles von einem heftigen Regenschauer überrascht. Ein Schirm wird nur seiner Gattin Camilla gereicht. Der Monarch reagiert sichtlich genervt, aber mit britischem Humor.
Bei ihrem Besuch in Antigua und Barbuda sind König Charles und Königin Camilla in einen regelrechten tropischen Wolkenbruch geraten - ohne Regenschirm. Der britische Monarch wollte eine Militärparade zum 45. Unabhängigkeitstag des karibischen Inselstaates in einem Kricketstadion in der Hauptstadt St. John's inspizieren, als sich der Himmel öffnete.
Nach einer kurzen Zeit bei Regen und Wind wurde nur Camilla ein durchsichtiger Regenschirm gereicht. Mit diesem vor dem Wasser geschützt und von einer Offizierin begleitet, verließ sie das kleine Podium, auf dem das königliche Paar stand, wie Videos zeigen. König Charles musste jedoch noch eine Weile im Regen ausharren.
In Videos ist zu sehen, wie sich der König mit sichtlich genervtem Gesichtsausdruck umdreht, wild gestikuliert, vermutlich nach einem Regenschirm fragt und dann einige Schritte in Richtung seiner Gattin über den roten Teppich läuft, bevor er wieder zum Podium zurückgeht. Schließlich bekommt er einen schwarzen Regenschirm gereicht.
"Ich glaube, mir wächst gleich Brunnenkresse auf dem Anzug", scherzte Charles später mit dem Ministerpräsidenten von Antigua und Barbuda, Gaston Browne. Das Video dazu wurde auf dem offiziellen X-Account der Royal Family verbreitet.
König Charles will Sklavenhandel thematisieren
Antigua und Barbuda ist die letzte Station einer neuntägigen Reise des Königs durch die Karibik und nach Südamerika. Zuvor hatte er die Bahamas und Guyana besucht. Königin Camilla begleitet ihren Mann beim letzten Teil der Reise.
Höhepunkt wird am Dienstag die Rede des Königs beim Gipfeltreffen der 56 Commonwealth-Staaten in St. John's sein. Seit Jahren fordern karibische Staaten eine Aufarbeitung der britischen Rolle im transatlantischen Sklavenhandel zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert sowie Reparationszahlungen. Zuletzt wurden die Forderungen deutlicher. Laut dem Palast wird König Charles über das anhaltende Leid des Sklavenhandels sprechen, sich aber nicht formal dafür entschuldigen.
