Politik

Vorreiter ist Rheinland-PfalzBund und Länder wollen Einsatz von Handy-Blitzern ausweiten

02.11.2026, 11:01 Uhr
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Bisher seien mit Handy-Blitzern "durchweg positive Erfahrungen" gemacht worden, zitierte die "Rheinische Post" aus einer Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums. (Foto: picture alliance/dpa)

Eine hohe Zahl an Verkehrsunfällen ist auf Ablenkung durch Smartphones zurückzuführen. Sogenannte Handy-Blitzer können Autofahrer aufspüren, die am Steuer ihr Handy bedienen. Bislang ist deren Einsatz nur in Rheinland-Pfalz erlaubt, das soll sich ändern.

Weil zu viele Verkehrsteilnehmer während der Fahrt das Mobiltelefon benutzen, wollen Bund und Länder einem Bericht zufolge flächendeckend den Einsatz sogenannter Handy-Blitzer ermöglichen. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums berichtete, teilt das Ressort von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger die Ansicht der Länder, "dass moderne Überwachungstechnologien ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Regelbefolgung und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit besitzen".

Sogenannte Handy-Blitzer kontrollieren von Autobahnbrücken aus, ob Fahrer am Steuer ein Handy benutzen. Bisher ist dies nur in Rheinland-Pfalz gesetzlich geregelt. Bisher seien mit Handy-Blitzern etwa in Rheinland-Pfalz "durchweg positive Erfahrungen" gemacht worden, heißt es in dem Papier, das der Zeitung vorlag. Die Länder hatten den Bund zuvor aufgefordert, eine "technikoffene" und bundeseinheitliche Rechtsgrundlage zu schaffen. Andernfalls drohe "eine zersplitterte Rechtslage".

Handy-Blitzer erkennen Abmessungen, Form und Farben verschiedener Handy-Modelle sowie typische Körperhaltungen beim Telefonieren am Steuer. Wer am Steuer mit dem Handy erwischt wird, zahlt 100 Euro Bußgeld. Zudem wird ein Verstoß mit einem Punkt in Flensburg geahndet. 

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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