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Berlin & BrandenburgWinterdienst in Brandenburg: Salzvorrat aufgestockt

07.11.2026, 06:01 Uhr
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Im besonders kalten und schneereichen vergangenen Winter war auch der Streusalz-Einsatz in Brandenburg außergewöhnlich hoch. Wie sich der Winterdienst für die neue Saison gewappnet hat.

Hoppegarten (dpa/bb) - Der vergangene Winter in Brandenburg hatte es in sich. Nach viel Schnee, Eisregen und klirrender Kälte will der Winterdienst vorbereitet sein, damit in der Saison 2026/2027 keine Engpässe beim Streusalz drohen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) hat derzeit rund 43.000 Tonnen Streusalz eingelagert, wie die Behörde mit Sitz in Hoppegarten auf Anfrage mitteilte. Weitere Lieferungen folgen in den kommenden Wochen. Die eingelagerte Menge im Dezember 2025 war niedriger: Damals war von etwa 35.000 Tonnen Salz die Rede.

Außergewöhnlich viel Streusalz eingesetzt

Verbraucht wurden im außergewöhnlichen Winter 2025/26 nach Angaben der Behörde um die 50.000 Tonnen Streusalz - etwa doppelt so viel wie im Durchschnitt der vier vorherigen Winter. Einen "Salznotstand" habe es aber nicht gegeben, hieß es. "Auf den erhöhten Bedarf und die bundesweit angespannte Versorgungslage reagierte der LS flexibel mit Nachbestellungen und einer Verteilung nach Dringlichkeit." Im Winter 2024/2025 reichten dem Landesbetrieb knapp 20.000 Tonnen Streusalz.

In keiner anderen Region in Deutschland war der Winter so kalt wie in Brandenburg - teils mit Temperaturen von fast minus 20 Grad. Zudem hatte es laut Deutschem Wetterdienst seit Jahren nicht mehr so viel geschneit. Es kam auch zu Straßenschäden und Schlaglöchern.

1.000 Beschäftigte und 250 Fahrzeuge stehen bereit

Der Landesbetrieb ist vor allem für Bundes- und Landesstraßen außerhalb von Ortschaften zuständig. Zum Einsatz kommt im Winterdienst Feuchtsalz, eine Mischung aus trockenem Streusalz und Salzlösung. Daneben kann reine Salzlösung, sogenannte Sole, vorbeugend auf Straßen ausgebracht werden, um Glättebildung zu verringern, wie der Landesbetrieb erklärte.

Für die laufende Winterdienst-Saison stehen nach Behördenangaben rund 1.000 eigene Beschäftigte bereit, darunter Auszubildende und saisonale Kräfte. Sie arbeiteten im Schichtsystem zwischen 3.00 und 22.00 Uhr. Hinzu kämen 85 externe Partner für Straßen und Radwege. Der Landesbetrieb kann rund 250 eigene Fahrzeuge einsetzen.

Kritik von Umweltschützern

Salz gilt als effektives Streumittel. Umweltschützer warnen allerdings vor der Verwendung und beklagen eine Belastung für Böden und Gewässer. Alternativen wie Sand oder Splitt setzt der Landesbetrieb in Brandenburg nicht flächendeckend ein, wie es hieß.

Quelle: dpa

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