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Sachsen-AnhaltHunderte Menschen beteiligen sich an Migra-Protest in Halle

05.11.2026, 16:54 Uhr
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Geschlossene Läden und Hunderte am Steintor: In Halle protestieren Menschen gegen Ausgrenzung. Was steckt hinter der Aktion "Halle ohne uns?"

Halle (dpa/sa) - Geschäftsinhaber mit Migrationshintergrund haben in Halle ihre Läden im Rahmen einer Protestaktion zeitweise geschlossen. Wie die Polizei mitteilte, waren am Donnerstagnachmittag mehr als 300 Menschen am Steintor versammelt.

Mehr als 30 Geschäfte machen mit

Mehr als 30 Geschäfte hätten sich nach Angaben der Organisatoren an der Aktion beteiligt. Einige Geschäfte in der Innenstadt waren symbolisch mit Absperrband abgeklebt, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Auch viele junge Menschen nahmen teil. Am Steintor wurden Reden gehalten.

Unter dem Motto "Halle ohne uns?" hatten die Bürgerinitiative "MigraStark" und der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt zu der Aktion aufgerufen. Sie richtete sich nach Angaben der Organisatoren gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die beteiligten Geschäfte waren von 10.00 bis 16.00 Uhr geschlossen.

Sorge um die Zukunft im Land

Menschen mit Migrationshintergrund seien zunehmend verunsichert, ob sie und ihre Familien noch eine Zukunft in Sachsen-Anhalt hätten, erklärte der Flüchtlingsrat. Der Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion für Integration, Mamad Mohamad aus Halle, hatte zur Teilnahme aufgerufen. Es gehe darum zu zeigen, wie sehr Menschen mit Migrationsgeschichte die Gesellschaft jeden Tag bereicherten, schrieb er auf Instagram.

Bereits Ende August hatten sich in Magdeburg rund 160 Geschäfte an einer ähnlichen Aktion beteiligt. Sie fand im Vorfeld der Landtagswahl im September statt. Die AfD war bei der Wahl stärkste Kraft geworden. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will sich im September zum ersten AfD-Ministerpräsidenten Deutschlands wählen lassen.

Quelle: dpa

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