Der Börsen-TagÖlpreise fallen
Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im US-Iran-Konflikt drückt die Ölpreise um mehr als drei Prozent nach unten. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die US-Sorte WTI verbilligen sich auf 110,05 und 100,68 Dollar je Fass (159 Liter). Brent hatte den Oktober auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten beendet. Grund waren Befürchtungen, die Auseinandersetzungen könnten nach den US-Zwischenwahlen am Dienstag eskalieren.
Hintergrund der nun nachgebenden Preise sind die seit drei Tagen andauernden Gespräche zwischen dem Iran und katarischen Vermittlern. Dabei geht es um eine Beilegung des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran. Auch das Ausbleiben einer militärischen Eskalation am Wochenende habe die Preise gedrückt, sagt Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung am Ölmarkt ist laut Experten die geopolitische Lage in den kommenden Tagen. "Wenn die Zwischenwahlen ohne Angriffe und auch ohne eine Einigung vorübergehen, ist die entscheidende Frage, ob der Markt weiterhin einen erheblichen geopolitischen Risikoaufschlag einpreist oder ob dieser Aufschlag allmählich wieder abgebaut wird", erklären die Analysten von ING.