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Hochkönigmassiv, Österreich Deutsche Bergsteiger bei lebensgefährlichem Aufstieg aus Schnee gerettet

02.11.2026, 11:23 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/Bergrettung Mühlbach)

Deutsche Alpinisten sind angesichts von Kälte und Schnee in Österreich in Bergnot geraten.

Im Hochkönigmassiv wurde ein 20-Jähriger aus dem Raum Nürnberg nach einem 14-stündigen Einsatz erschöpft und unterkühlt von einem Klettersteig geborgen, wie die Bergrettung mitteilte. Auf dem Weg zur Zugspitze gerieten eine 17-Jährige aus Baden-Württemberg und ihr 21 Jahre alter Begleiter aus Bayern in eine Notlage.

Der 20-Jährige war den Angaben zufolge mit zwei weiteren deutschen Bergsteigern trotz eindringlicher Warnung einer weiteren Bergsteigerin und einer schlechten Wetterprognose viel zu spät in den Klettersteig Königsjodler eingestiegen. Bei einem Notausstieg in 2.600 Meter Höhe kam er nicht mehr weiter. Während er einen Notruf absetzte, gingen seine beiden Begleiter laut Bergrettung weiter in Richtung Gipfel.

Zum Glück hätten die Bergretter bei ihrem Aufstieg Telefonkontakt zum 20-Jährigen gehabt und ihn aufgefordert, sich wegen der Kälte zu bewegen, sagte eine Sprecherin. "Er sollte Kniebeugen machen." Nach mehreren Stunden erreichten sie den Mann schließlich. "Eine weitere Nacht dort oben, bei Schneefall und unter diesen Bedingungen, hätte er vermutlich nicht überlebt", sagte der Bezirksleiter der Bergrettung, Gerhard Kremser.

Ob das Verhalten der beiden Begleiter strafrechtlich relevant sei, müsse die Staatsanwaltschaft entscheiden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Einsatz zeige einmal mehr, "wie schnell aus Selbstüberschätzung, Missachtung von Warnungen und falscher Tourenplanung eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann. Bergsteigen bedeutet auch, rechtzeitig umzukehren. Die Berge laufen nicht davon", sagte Kremser.

Vom österreichischen Ehrwald aus hatten das junge deutsche Duo versucht, den Klettersteig "Stopselzieher" an der Zugspitze zu meistern. Aufgrund des Wetters kamen die beiden laut Polizei auf 2.500 Metern Höhe in eine alpine Notlage. Teilweise seien sie im kniehohen Schnee versunken und ein Weitergehen sei ihnen zu gefährlich erschienen. Der Mann stieg ab, während die 17-Jährige den Notruf tätigte. Die junge Frau wurde schließlich mit einem Polizeihubschrauber unverletzt geborgen.

Quelle: ntv.de, dpa

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